Endlagerung von Atomabfällen auf der Tagesordnung

Vom 21. bis zum 23. Februar 2016 tagten die umweltpolitischen Sprecher der deutschen Landtagsfraktionen von CDU und CSU in Hannover. Für die Sächsische Union war Jan Hippold MdL nach Niedersachsen gereist. 

Neben dem bundesländerübergreifenden Austausch zu aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen wurde diese Tagung auch als spezifische Weiterbildung genutzt. In diesem Jahr stand dafür das Thema der Lagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland auf der Tagesordnung. Neben Fehlern der Vergangenheit, wie sie beispielsweise in der niedersächsischen Schachtanlage Asse II gemacht wurden, diskutierten die Abgeordneten zusammen mit Experten auch zukünftige Möglichkeiten für die Endlagerung von radioaktivem Material. Danach hatten die umweltpolitischen Sprecher die Möglichkeit die Schachtanlage Konrad, ein zukünftiges Atommüllendlager im Stadtgebiet Salzgitter, zu besichtigen.

Das frühere Eisenerzbergwerk Konrad wird bis voraussichtlich zum Jahr 2020 in ein Endlager für Atomabfälle umgewandelt, da es ein ungewöhnlich trockenes Klima und natürliche geologische Barrieren aus Ton und Mergel besitzt. In diesem zukünftigen Endlager können dann in einer Tiefe von 800-1300 Metern bis zu 303.000 Kubikmeter radioaktiver Abfälle gelagert werden.   

Nach derzeitigem Wissensstand, da waren sich die Teilnehmer nach der Führung durch die Schachtanlage Konrad einig, ist die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen die einzige dauerhafte und technisch umsetzbare Option. Deshalb begrüßen die Sprecher der Fraktionen von CDU und CSU das Endlagersuchgesetz und die Einrichtung der „Kommission Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe“.

Die Schachtanlage Konrad soll ein Atommüllendlager werden